Eigene Kunst auf T-Shirts verkaufen: Welche Plattform, was kostet Produktion, welche Marge bleibt? Guide mit Technik + Kalkulation + Quellen.
Eine Illustratorin lädt ihre Aquarell-Serie auf eine Print-on-Demand-Plattform. Vier Wochen später schreibt ihr eine Käuferin: „Das T-Shirt sieht so blass aus." Ein Blick auf das Foto bestätigt es. Die zarten Lila-Töne sind im Druck zu einem ungleichmäßigen Beige verschwommen. Das digitale Original war perfekt – der Druck nicht.
Solche Geschichten sind häufig, und meistens steckt ein vermeidbarer Fehler dahinter: falsche Plattform-Wahl, unrealistische Kalkulation, oder vier konkrete technische Hürden – Farbraum, Auflösung, Druckverfahren und Stoff. Dieser Leitfaden geht alles durch: wo du deine Kunst auf T-Shirts verkaufen kannst, was du daran verdienst (mit Zahlen aus den offiziellen Plattform-Dokumentationen), und wie du technische Stolpersteine vermeidest. Alle Daten sind am Artikelende mit Quellen belegt.
Wo kannst du deine Kunst auf T-Shirts verkaufen?
Drei Modelle stehen zur Wahl. Sie unterscheiden sich fundamental im Aufwand, Risiko und Verdienst pro verkauftem Shirt:
- Marketplace-Plattformen (TeePublic, Redbubble, Amazon Merch on Demand, Society6): du lädst Designs hoch, die Plattform übernimmt Vertrieb, Druck, Versand und Kundenservice. Du bekommst eine fixe oder prozentuale Marge pro Verkauf. Kein eigener Marketing-Aufwand zwingend nötig, aber wenig Sichtbarkeit ohne Mitwirkung.
- Eigene Shop-Plattformen mit Print-on-Demand-Backend (lilcomp, Spreadshop, Shopify mit POD-Plugin, Sellfy): du hast einen eigenen Shop mit eigener Domain, eigenen Preisen, eigener Marketing-Hoheit. Die Plattform druckt und versendet on-demand.
- Lokale Druckerei mit Mindestabnahme (Bulk-Order): du bestellst 50–100 Shirts auf einmal, lagerst sie und verkaufst über eigene Kanäle (Etsy, Instagram, Pop-Up-Märkte). Niedrigste Stückkosten, aber Vorfinanzierung, Lager und Verkaufsrisiko liegen bei dir.
Plattform-Vergleich: was die offiziellen Daten sagen
Stand der Daten: Mai/Juni 2026 aus den offiziellen Help-Centern. Die Quellen sind am Artikelende verlinkt.
| Plattform | Marge-Modell | Auszahlung | Eigene Domain |
| TeePublic (Artisan-Tier) | $4 pro T-Shirt zum Vollpreis, $2 während Sales | monatlich am 15.; PayPal: keine Mindestsumme; Payoneer: ab $20 | nein |
| Redbubble (Standard-Account) | Markup default 10 % (frei setzbar), abzüglich 50 % Account-Fee auf monatliche Earnings | monatlich, Schwelle ab Juli 2026: $10 / €10 (vorher $20) | nein |
| Redbubble (Premium-Account) | Markup frei setzbar, abzüglich 20 % Platform-Fee | monatlich, ab $10 | nein |
| Amazon Merch on Demand (Creator-Tier) | ~$2,44 bei $19,99 T-Shirt = ca. 12 % | monatlich, automatisch | nein |
| Amazon Merch on Demand (Plus, ab 15 % externer Traffic) | ~$4,88 bei $19,99 T-Shirt = ca. 24 % | monatlich, automatisch | nein |
| Spreadshop | Marge = du legst Retail-Preis fest minus Basispreis (variabel je Produkt) | monatlich, Schwelle $10 | ja |
| lilcomp (eigener Shop) | Aufschlag setzt du selbst, abzüglich Produktion + Versand. Keine Plattform-Provision. | monatlich auf deutsches Konto, mit ordentlicher Rechnung | ja |
| Lokale Druckerei + Etsy/Instagram | Aufschlag = du legst fest, abzüglich Druck + Lager + Versand | direkt (Stripe/PayPal/Banküberweisung) | n/a |
Faustregel: Marketplaces sind passiv mit niedrigen Margen. Eigene Shops bieten höhere Margen-Hoheit, aber du musst Traffic selbst bringen (Social Media, SEO, Anzeigen). Bulk-Ordering bei lokaler Druckerei liefert die niedrigsten Stückkosten, aber bindet Kapital und Lagerfläche.
Was kostet die Produktion eines T-Shirts?
Die Branchen-Daten 2026 zeigen folgende Spannen:
| Posten | Beispiel-Wert | Quelle / Hinweis |
| Blank-Shirt im Wholesale | ~$3 – $4 (~€2,80 – €3,80) | DTG-Branchenpreis 2026 für Standard-Baumwoll-Shirts |
| DTG-Druck auf hellem Stoff (Tinte + Pretreatment) | ~$0,50 – $0,80 (~€0,45 – €0,75) | 10-20 Cent Tinte + 50 Cent Pretreatment |
| DTG-Druck auf dunklem Stoff (mit Weiß-Unterlage) | ~$1,25 – $1,40 (~€1,15 – €1,30) | 75-85 Cent Tinte + 50 Cent Pretreatment |
| Gesamt-Produktionskosten DTG einzelnes Shirt | ~€8 – €14 | Inklusive Verarbeitung, Verpackung, Marge der Druckerei |
| UK/EU Wholesale-Tarif für DTG-T-Shirts | ab ca. £5,20 (~€6,20) | Bei Wholesale-Mengen, nicht für einzelne Shirts |
| Versand Deutschland (Standard, ein Shirt) | 3 – 5 € | Marktstandard |
| Empfohlener Endverkaufspreis | 22 – 35 € | Marktstandard für Künstler-Merch |
Wer ein Print-on-Demand-Shirt im eigenen Shop für 28 € verkauft, hat bei einer Produktionskosten-Range von 11 € + 4 € Versand = 15 € → eine Marge von rund 13 € pro Shirt, sofern du keinen Marketplace-Cut bezahlst.
Wann lohnt sich Bulk-Ordering statt Print-on-Demand?
Hier wird oft das Falsche behauptet. Die ehrliche Antwort beruht auf der „Rule of 50" der Branche: Bulk-Ordering wird wirtschaftlich, sobald du regelmäßig 50+ Einheiten desselben Designs pro Monat verkaufst. Darunter ist Print-on-Demand klar überlegen.
Ein realistischer Bulk-Order in Deutschland sieht so aus:
- Mindestmenge: Siebdruck-Druckereien in Deutschland (z. B. TeamShirts, T-Shirt-Druck-Berlin) bieten Siebdruck ab 50 Stück, ab 5 Farben ab 100 Stück.
- Setup-Kosten: 39,99 € pro Farbe, maximal etwa 199,95 € für 5 Farben (TeamShirts-Beispiel). Diese Kosten fallen unabhängig von der Stückzahl an.
- Stückpreis bei Mindestmenge: typisch 4–8 € pro Shirt, je nach Druckgröße, Farbanzahl und Qualität. Mengenrabatte: bis 30 % Ersparnis ab 50 Stück, bis 50 % ab 100 Stück.
- Upfront-Kapital: 50 Shirts × 8 € + 40 € Setup = mindestens 440 € Vorfinanzierung pro Design, bei 5 Farben eher 640 €.
- Lager-Aufwand: Wer mehrere Designs lagert, braucht Platz – kleine Unternehmen rechnen mit 100–500 € pro Monat für Lagermiete oder Lagerservice (3PL etwa $15–$25 pro Palette/Monat).
- Verkaufsrisiko: Verkaufst du nicht alle 50 Stück, bleibst du auf den Restbeständen sitzen. Print-on-Demand kennt dieses Risiko nicht.
Profit-Vergleich auf gleicher Verkaufs-Basis
Konkretes Beispiel mit drei realistischen Verkaufsszenarien für ein Künstler-Design, Verkaufspreis 28 € pro Shirt:
| Szenario | 10 Verkäufe / Monat | 50 Verkäufe / Monat | 200 Verkäufe / Monat |
| TeePublic Marketplace ($4/Shirt ≈ €3,70) | ~37 € | ~185 € | ~740 € |
| Redbubble Standard (10 % Markup, ~€2,80 Marge, –50 % Fee) | ~14 € | ~70 € | ~280 € |
| Spreadshop (Marge ~€7 nach Basispreis-Abzug) | ~70 € | ~350 € | ~1.400 € |
| Eigener Shop mit Print-on-Demand (Marge ~€13) | ~130 € | ~650 € | ~2.600 € |
| Lokale Druckerei + Etsy (Bulk 50 Stück Pre-Buy, Marge ~€18 nach Stoff/Druck) | geht nicht (Vorab-Kauf gebunden) | ~900 € (volle Charge in einem Monat verkauft) | nur mit mehreren Bulk-Orders + Lager realisierbar |
Die Realitätscheck-Punkte zur Tabelle:
- Bei 10 Verkäufen/Monat sind Marketplaces (TeePublic, Redbubble) ein attraktiver Einstieg, weil kein Marketing-Druck und kein Kapital gebunden ist. Bulk-Ordering ist hier ungeeignet, weil du 50 Stück vorab kaufst und nur 10 verkaufst.
- Bei 50 Verkäufen/Monat wechselt das Bild: eigener Shop mit Print-on-Demand schlägt jeden Marketplace deutlich. Bulk-Ordering wird theoretisch profitabler, aber nur wenn du sicher 50 Stück desselben Designs/Monats verkaufst – wenn nicht, schlägt das Kapital-Risiko die rechnerische Marge.
- Bei 200 Verkäufen/Monat dominieren eigener Shop (Print-on-Demand) und Bulk-Ordering. Bulk hat dann höhere Marge pro Stück, aber braucht etablierten Vertrieb. Eigener PoD-Shop bleibt risikofrei und skaliert ohne Kapitalbindung.
Praxis-Empfehlung: Starte mit Print-on-Demand im eigenen Shop. Wenn ein Design konstant 50+ Stück pro Monat verkauft, mache eine Test-Bulk-Order und vergleiche real die Profitabilität nach allen Kosten. Print-on-Demand erlaubt dir, ohne Kapital-Einsatz zu testen – Bulk-Ordering belohnt nur etablierte Verkaufsvolumen.
Welche Kunstart eignet sich für welches Druckverfahren?
Nicht jede Maltechnik landet gleich gut auf einem T-Shirt. Vector-Designs sind die unkomplizierteste Wahl, Aquarell die anspruchsvollste:
| Kunstart | DTG (Direktdruck) | Siebdruck | Sublimation | Geeignet für |
| Vector-Illustration | ✅ sehr gut | ✅ ideal | ✅ sehr gut | Helle & dunkle Stoffe |
| Digitale Malerei | ✅ sehr gut | ⚠️ begrenzt | ✅ gut | Eher helle Stoffe |
| Foto-Kunst | ✅ gut | ❌ ungeeignet | ✅ sehr gut | Polyester (Sublimation) oder helle Baumwolle |
| Aquarell | ⚠️ mittel | ❌ ungeeignet | ⚠️ mittel | Nur Polyester oder feste Linien |
| Typografie | ✅ ideal | ✅ ideal | ✅ sehr gut | Alle Stoffe und Verfahren |
| Strichzeichnung (Lineart) | ✅ ideal | ✅ ideal | ✅ sehr gut | Alle Stoffe und Verfahren |
Farbmanagement: der größte Stolperstein
RGB versus CMYK
Digitale Kunst wird in RGB erstellt: rotes, grünes und blaues Licht mischen sich am Bildschirm zu Farben. Textildruck arbeitet mit Pigmenten, also subtraktiver Farbmischung (CMYK – Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz). Der CMYK-Farbraum ist deutlich kleiner als RGB: kräftige Neon-Töne, leuchtende Blautöne und tiefe Lilas existieren in RGB, aber nicht in CMYK. Auf Stoff sehen sie immer matter aus.
Konkret problematisch:
- Neon-Farben (Pink, Grün, Orange): praktisch nicht druckbar – wirken im Druck wie ihr matter Pendant
- Sehr dunkle Töne: können auf schwarzem Stoff im DTG-Druck „verschwinden", weil die Stofffarbe durchscheint
- Pastelltöne: wirken oft blasser als gewollt, besonders auf rohweißen Bio-Baumwoll-Shirts
- Reines Schwarz (#000): druckt als sehr dunkles Grau, weil die Tinte durch das Stoffmaterial leicht aufhellt
Lösungsweg
- Konvertiere dein Design in Photoshop, Affinity Designer oder Krita probeweise nach CMYK (Bild → Modus → CMYK-Farbe)
- Nutze druckbare Farbpaletten: Pantone Solid Coated, Adobe RGB oder CMYK-eingeschränkte Custom-Paletten
- Bestelle einen Testdruck vor dem Verkaufsstart – das ist die einzige Methode, Farb-Überraschungen zu eliminieren
- Bei Aquarell- oder Foto-Kunst auf Polyester ausweichen und Sublimationsdruck nutzen – der Farbraum ist deutlich größer
Auflösung und Dateiformate
Mindestauflösung pro Druckgröße
| Druckgröße | Mindestauflösung | Pixelmaße bei 300 DPI | Typisches Motiv |
| A5 (15 × 21 cm) | 300 DPI | 1.772 × 2.480 px | Brust-Print, Pocket |
| A4 (21 × 30 cm) | 300 DPI | 2.480 × 3.508 px | Standard-Brust- oder Rücken-Print |
| A3 (30 × 42 cm) | 300 DPI | 3.508 × 4.961 px | Full-Front, All-Over-Hoodie |
Empfohlene Dateiformate
- PNG mit Alpha-Kanal: erste Wahl für Designs mit transparentem Hintergrund. Verlustfrei, keine Kompressions-Artefakte
- TIFF: für maximale Qualität bei großflächigen Drucken
- PDF: für Vektor-Grafiken aus Affinity Designer, Illustrator oder Inkscape – skaliert verlustfrei
- SVG: Browser-nativ, perfekt für Logos und einfache Illustrationen
- Zu vermeiden: JPG (Kompressions-Artefakte werden im Druck sichtbar), GIF (zu wenige Farben)
Empfohlene Tools nach Stilrichtung
- Illustration & Lineart: Adobe Illustrator, Affinity Designer (Einmalkauf ~70 €), Inkscape (kostenlos)
- Digitale Malerei: Procreate (iPad, ~13 €), Krita (Desktop, kostenlos), Clip Studio Paint
- Foto-Bearbeitung: Adobe Photoshop, Affinity Photo, GIMP (kostenlos)
- Vector aus Skizze: Adobe Illustrator Image Trace, oder kostenlos in Inkscape mit „Bitmap nachzeichnen"
Detail-Grad anpassen
Stoff ist kein Papier. Selbst beim hochauflösenden DTG-Druck saugen die Fasern die Tinte leicht in die Tiefe – feine Linien werden minimal breiter, kleine Details verschwimmen. Auf dunklen Stoffen kommt zusätzlich die weiße Unterdruckschicht ins Spiel.
Konkrete Richtlinien:
- Linienstärke mindestens 2 pt, besser 3 pt bei dunklen Stoffen
- Text mindestens 10 pt, idealerweise 12 pt oder größer
- Details unter 3 mm Größe entfernen – sie werden im Druck nicht erkennbar
- Kontrast erhöhen: helle Töne auf hellem Stoff brauchen eine dunkle Outline, sonst verschwinden sie
- Vor dem Upload: Design auf 30 % verkleinern und 1 Meter Abstand betrachten – wirkt es noch?
Stoff: heller versus dunkler Untergrund
Helle Stoffe (Weiß, Pastell, Sand)
- Farben wirken im Druck so, wie sie im Design aussehen
- Weiße Flächen müssen nicht gedruckt werden – die Stofffarbe ist bereits weiß
- Günstigster Druck (keine Vorbehandlung nötig)
- Beste Wahl für: Aquarell, helle Pastellzeichnungen, Foto-Kunst mit hellen Hintergründen
Dunkle Stoffe (Schwarz, Navy, Dunkelgrün, Burgund)
- Brauchen beim DTG eine weiße Unterdruckschicht – sonst sieht man die Stofffarbe durch
- Farben können leicht verändert wirken: warme Töne kühler, kühle Töne intensiver
- Teurer Druck (zusätzlicher Arbeitsschritt) und längere Trocknung
- Beste Wahl für: Designs mit klarer Outline, hohem Kontrast, Lineart, Typografie
Druckverfahren im Vergleich
DTG – Direct-to-Garment
Vorteile: fotorealistische Drucke, beliebig viele Farben und Verläufe, Print-on-Demand möglich.
Nachteile: begrenzte Waschbeständigkeit (40–60 Wäschen), bei dunklen Stoffen Vorbehandlung nötig.
Siebdruck
Vorteile: extrem hohe Haltbarkeit (100+ Wäschen), kräftige Farben, sehr günstig bei großen Mengen ab 50 Stück.
Nachteile: nicht für Print-on-Demand geeignet, begrenzte Farbanzahl wirtschaftlich sinnvoll (jede Farbe = zusätzlicher Sieb-Druckdurchgang), keine Farbverläufe ohne aufwendige Rasterung.
Sublimationsdruck
Vorteile: sehr hohe Waschbeständigkeit, hervorragende Farbwiedergabe, All-Over-Print möglich.
Nachteile: funktioniert nur auf Polyester (nicht reine Baumwolle), nicht auf dunklen Stoffen.
Transferdruck / DTF
Vorteile: auf nahezu jedem Material möglich, Print-on-Demand-tauglich. Moderner DTF-Druck (Direct-to-Film) löst viele Probleme klassischer Plastisol-Transfers.
Nachteile: klassischer Plastisol-Transfer wirkt „plastisch", begrenzte Haltbarkeit (30–50 Wäschen).
Workflow: vom Kunstwerk zum verkaufsfertigen T-Shirt
- Originaldatei sichern – arbeite immer mit einer Kopie, lege eine Versionierungs-Datei an (z. B. design-v1-print-ready.psd)
- Format anpassen – Skalieren auf die Druckbereichsgröße, 300 DPI prüfen, CMYK-Konvertierung probehalber durchführen
- Transparenz erstellen – Hintergrund entfernen, als PNG mit Alphakanal oder SVG speichern
- Mockup erstellen – Design auf virtuelles T-Shirt platzieren (Placeit, Smartmockups oder integrierte Mockups deiner Plattform), mindestens 3 Stofffarben testen
- Testdruck bestellen – vor dem Verkaufsstart unbedingt einen echten Testdruck. Das ist die teure Lektion, die viele Künstler überspringen.
Rechtliches: Urheberrecht und Marken
- Urheberrecht an eigenen Werken: gilt automatisch ab dem Moment der Schöpfung – keine Anmeldung nötig.
- Marken und Logos: auf Merch dürfen nicht ohne Lizenz dargestellt werden. „Tribute-Designs" zu Disney-Figuren, Bands oder Sport-Marken sind rechtlich Markenrechtsverletzungen.
- Schutz vor Kopien: auf Vorschaubildern lassen sich dezente Wasserzeichen einbauen, auf Kaufprodukten nicht. Die beste Verteidigung ist Authentizität und kontinuierliches Posting des Schaffensprozesses.
FAQ: Kunst auf T-Shirts verkaufen
Wo kann ich meine Kunst auf T-Shirts verkaufen?
Drei Wege: Marketplace (TeePublic, Redbubble, Amazon Merch on Demand, Society6 – passiv, niedrigere Marge), eigener Shop mit Print-on-Demand-Backend (lilcomp, Spreadshop, Shopify mit POD-Plugin – aktiv, höhere Marge), oder lokale Druckerei + Etsy/Instagram (Vorfinanzierung, höchste Marge pro Shirt, aber Kapital- und Lagerrisiko). Welcher Weg richtig ist, hängt davon ab, wie viel Marketing-Aufwand du selbst leistest und wie viele Einheiten desselben Designs du regelmäßig verkaufst.
Welche Merch-Shop-Plattformen sind kostenlos?
Praktisch alle Print-on-Demand-Plattformen sind kostenlos im Einstieg. Bei lilcomp zahlst du nichts vorab und nichts laufend — keine Plattform-Provision, keine Hosting-Fees. Die Produktionskosten je verkauftem Shirt fallen erst nach Bestellung an und werden vom Verkaufspreis abgezogen, sodass deine Marge sofort sichtbar ist. Bei Marketplaces wie TeePublic oder Redbubble ist die Anmeldung ebenfalls kostenlos, allerdings gehen dort pro Shirt $4 (bzw. 10–30 % Markup minus Account-Fee) an die Plattform; du tauschst niedrigere Margen gegen Marketplace-Reichweite.
Wie viel kostet es, ein T-Shirt zu produzieren?
Bei Print-on-Demand mit deutschem DTG-Druck: rund 8–14 € Produktionskosten pro Stück, plus 3–5 € Versand. Bei lokaler Druckerei mit Mindestmenge (Siebdruck ab 50 Stück): 4–8 € pro Shirt, aber 40–200 € Setup-Kosten pro Design (je Farbe ca. 40 €) und 50+ Stück Vorfinanzierung. Eine eigene DTG-Maschine kostet 15.000 € Investition bei Materialkosten ab 2–4 € pro Stück.
Wie schnell kommt mein Geld auf das Konto?
Bei lilcomp werden deine Margen monatlich automatisch auf dein deutsches Konto ausgezahlt — keine Mindestschwelle, keine Auslandsüberweisung, dazu eine ordentliche deutsche Rechnung für deine Buchhaltung. Marketplaces wie TeePublic (am 15. jedes Monats, PayPal/Payoneer) oder Redbubble (monatlich ab $10) haben oft Mindestschwellen oder Zahlung in Dollar mit Wechselgebühren. Wer also schnellen, sauberen Euro-Cashflow möchte, fährt mit einer deutschen Plattform wie lilcomp besser.
Wie viele T-Shirts muss ich verkaufen, um 500 oder 2.000 € Gewinn zu machen?
Bei lilcomp setzt du deinen Aufschlag selbst und behältst die volle Marge (bei einem Verkaufspreis von 28 € typischerweise ~13 € pro Shirt nach Produktion + Versand). Für 500 € Gewinn brauchst du damit rund 39 Verkäufe, für 2.000 € Gewinn rund 154. Marketplace-Modelle nehmen einen festen Cut: TeePublic zahlt ~$4 pro Shirt (du brauchst also ~540 Verkäufe für 2.000 €), Redbubble Standard kommt durch die 50 %-Account-Fee auf noch weniger effektive Marge. Der Hebel beim eigenen Shop ist real — du brauchst aber Marketing-Traffic, den lilcomp dir nicht abnimmt.
Welches Druckverfahren ist am besten für Kunstdrucke?
Für komplexe, farbenreiche Kunst: DTG-Druck. Für Vektor-Logos und Typografie: Siebdruck (lohnt sich aber erst bei Mengen ab 50 Stück desselben Designs). Für All-Over-Prints oder Foto-Kunst auf Polyester: Sublimationsdruck.
Wie hoch muss die Auflösung sein für T-Shirt-Druck?
Mindestens 300 DPI bei der finalen Druckgröße. Für ein A4-Print (21 × 30 cm) sind 2.480 × 3.508 Pixel erforderlich. Lieber zu hoch auflösen – herunterskalieren ist verlustfrei, hochskalieren nicht.
Muss ich meine Kunst für T-Shirts vereinfachen?
Nicht unbedingt. Mit modernem DTG-Druck sind auch komplexe Werke möglich. Aber feine Details unter 3 mm Größe, Haarlinien dünner als 2 pt und sehr subtile Pastell-Verläufe gehen verloren. Ein Testdruck zeigt die Realität.
Wie schütze ich meine Kunst vor Kopien?
Rechtlich: Urheberrecht gilt automatisch ab Schöpfung. Praktisch: Wasserzeichen auf Vorschaubildern (nicht auf gekauften Produkten), Schaffensprozess öffentlich dokumentieren (Time-Lapse-Videos, WIP-Posts), und im Verletzungsfall Plattformen wie Etsy, Redbubble direkt kontaktieren.
Wie lange hält ein bedrucktes T-Shirt?
Faustregel: DTG-Druck 40–60 Wäschen, Siebdruck 100+ Wäschen, Sublimation 100+ Wäschen, Plastisol-Transferdruck 30–50 Wäschen. Wäsche-Temperatur (kalt, innen) und Trocknerverbot in der Pflegeanleitung beeinflussen die Haltbarkeit deutlich.
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Fazit
Kunst auf T-Shirts zu verkaufen ist 2026 leichter als jemals zuvor – aber nicht trivial. Drei Entscheidungen prägen den Erfolg: Plattform-Wahl (Marketplace passiv, eigener Shop aktiv, Bulk-Ordering nur bei etabliertem Verkaufsvolumen), Preis-Kalkulation (alle Kosten ehrlich einrechnen, inkl. Vorfinanzierung und Lager beim Bulk-Modell) und technische Vorbereitung (CMYK denken, 300 DPI, Testdruck immer). Wer diese drei Punkte sauber löst, vermeidet 90 % aller Enttäuschungen.
Bei lilcomp richtest du deinen eigenen Künstler-Shop in unter 6 Minuten ein – mit Print-on-Demand-Produktion, ordentlicher deutscher Rechnung, ohne Vorkosten und ohne Marketplace-Provision. Du legst deine Margen selbst fest. Schreib uns, wenn du technische Fragen hast oder ein konkretes Projekt durchsprechen möchtest.
Quellen
Alle in diesem Artikel verwendeten Plattform-Daten, Preise und Cost-Spannen stammen aus folgenden offiziellen Quellen (Stand Mai/Juni 2026):